Mythos Wahre Liebe

Couple Kissing

Inspiriert von einem, oder zwei Gläsern Wein. Zugegebenermaßen. Ich will über die große Liebe schreiben. Oder die wahre Liebe. Oder wie das halt heißt, wenn man den Einen gefunden hat. Gibt es das? Weil, irgendwie glaube ich daran. Vielleicht halte ich es schon für unrealistisch, dass es da draußen zwischen diesen ganzen anderen Menschen genau diese eine Person gibt, die für mich bestimmt ist. Vielleicht ist es ja auch nicht nur eine Person. Vielleicht denken wir, es wäre eine Person und unterbewusst bestimmt man eine Person dann, diese eine Person zu sein. Aber was wenn nicht? Oder was, wenn man es nicht hinkriegt? Bleibt man dann ewig allein? Was, wenn man zwar schon Beziehungen hatte, aber immer „dieses gewisse Etwas“ gefehlt hat? Weitersuchen? Was zum Teufel ist dieses „gewisse Etwas“?

Ist das ein Funke, ein Glitzern? Schmetterlinge oder Flugzeuge im Bauch? Wo ist der Unterschied zwischen Schmetterlingen und Flugzeugen? Oder sind es doch weiche Knie? Bleibt das Herz stehen oder schlägt es doch wie verrückt? Das hört sich nebenbei bemerkt medizinisch schon etwas bedenklich an. Wieso kriegt man nicht taube Zehen, oder es kribbelt in der Nase? Fünfmal niesen wäre doch eigentlich praktisch. Das ist ja schon relativ eindeutig: Jawoll, das isser dann. The one. Prince Charming. Er.

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Er ist jedenfalls (noch) nicht da. Und das findet nicht nur meine Mutter doof, die mich (im Gegensatz zu mir selbst manchmal) nicht für unvermittelbar, sondern nur für glücklos hält, sondern auch ich. Ich habe genug Bücher gelesen, Serien und Filme in mich hineingeschlungen, und mich in die Protagonisten hineinversetzt, um es auch zu wollen. Jemanden für mich finden. Und mir ist dabei klar, dass die Medien, ob jetzt in der Werbung oder sonstwo, schon mal gerne ein bisschen übertreiben, oder auch einmal viel. Ist ja ok. Ich bin groß, und ich weiß das. Real Life ist nicht Märchen. Aber dass es sie gar nicht geben sollte… Nääää, dazu nimmt sie doch einfach zu viel Platz ein. Es handelt doch fast JEDE Geschichte irgendwie von der Liebe, oder? Und viele auch von dieser einen, großen, wahren Dingsbumsliebe, die leider kein Nasenjucken zu machen scheint. Sie ist auch noch DAS Thema, wenn nicht ein Hauptgrund für die Existenz von Musik. Aber dementsprechend denkt man auch viel darüber nach. Erst recht, wenn man sie nicht hat (oder tut man das auch wenn man sie gefunden hat? Weiß das jemand?) Dieses viele Nachdenken nervt mich schon fast. Nicht nur, weil einem ständig alle sagen, dass es nichts bringt, zuviel darüber nachzudenken und sie zu zerdenken.

Im Grunde ist es ja so: Es ist bestimmt sinnvoll, sich von Zeit zu Zeit mal Gedanken um diesen Kram zu machen. Nur halt nicht ständig. Wirklich genau zu überlegen, ob diese Person die neben einem im Bett liegt, auch zu Recht da liegt. Es ist gut um zu überprüfen. Auch der anderen Person zuliebe. Besser, als wenn man sich in die Tasche lügt, verdrängt und so.

 

Ich mag übrigens sehr den Terminus „Echt“. Und das hat nichts mit dem Fußballverein zu tun, der sich das auf die Fahne geschrieben hat. Viel eher, weil es wichtig ist ob die Liebe, die wir einer Person gegenüber empfinden, echt ist. Echte Liebe kann zwar auch gegenüber einer guten Freundin, Mama, Papa  oder sonstigen Familienmitgliedern oder auch dem Haustier empfunden werden, egal wem gegenüber, es ist es immer gut. Ist diese Person auch noch der Partner, derjenige mit dem man (in meinem Fall dann beispielsweise) später eine Familie gründen will, ist das perfekt. Oder perfekt unperfekt. Für sich persönlich.

Und das möchte man natürlich möglichst bald. Aber im Grunde muss uns ja klar sein, dass wir nicht beeinflussen können, wann wir welche Person im Leben treffen. Es ist viel mehr eine Frage der Einstellung gegenüber den Personen, die wir treffen. Also mit Geduld, ein wenig Offenheit und einer gehörigen Portion Hoffnung und Zuversicht sollte es für jeden von uns etwas werden. Zumindest glaube ich das. Das zwischendurch anzuzweifeln ist aber auch ok, habe ich auch oft genug getan. Aber im Endeffekt bin ich immer wieder auf diesen Schluss zurück gekommen. Geduld, Offenheit, Hoffnung und Zuversicht. Dann klappt das schon. Bestimmt. Euch wünsche ich das auch. Nicht nur für das Jahr 2015, sondern für immer. Und was das Erkennen angeht: Das klappt auch bestimmt irgendwie.

 

Was meint ihr dazu? Immer her mit den inspirierten und uninspirierten Meinungen :)

 

Titelbild via splitshire.com (CC0)

4 Comments

  • Januar 20, 2015

    Anne

    Dankeschön, das passt ja echt gut zusammen :)